Was ist gutes Design?

Was ist gutes Design?

Ein gutes Design betrachtet das große Ganze. Design ist der Zusammenschluss vieler kleiner Details, die zusammen den Eindruck ergeben, der gemeinhin als Design bezeichnet wird.

Wenn dir zum Beispiel in einen Raum in deiner Wohnung etwas nicht gefällt, nehmen wir mal an das Sofa in deinem Wohnzimmer, und Du tauschst es durch ein neues aus, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Rest des Raumes nicht mehr so gut zum neuen Sofa passt.

Verändern, Verändern, Verändern

Du veränderst also das nächste Detail. Zuerst einmal die Sache, die sich am schlimmsten mit dem neuen Stück beißt – zum Beispiel den Tisch. Je mehr Du aber änderst, umso weniger passen die übrigen Details. Letztendlich muss alles ausgetauscht werden, um wieder einen harmonisch wirkenden Raum zu erhalten.

So ist es allgemein in der Gestaltung, kleine Einzelheiten können zwar hier und da oft noch modifiziert werden, aber ab einer bestimmten Schwere der Veränderung an einer Stelle stimmt das Ganze nicht mehr und das Design muss von Grund auf neu erstellt werden.

Die Zeit rennt und wir hinterher

Denken wir kurz darüber nach in welch schnelllebiger Zeit wir uns befinden. Plötzlich taucht eine neue Mode aus dem Nichts auf, um dann nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung zu verschwinden. Unzählige Dinge sind über Nacht auf einmal angesagt und Hipp, die Fluktuation ist rasend schnell.

Will man mehr sein als einer dieser kurzlebigen Schluckaufs, dann wird einem ganz besonders klar, wie wichtig es ist mit guten gestalterischen Mitteln sein Projekt zu entwickeln. Denn, wie sagt man so schön: Gutes Design ist zeitlos. Und da ist auch viel Wahres dran.

Eine Modeerscheinung wird dadurch zum Hype, dass sie viel Aufmerksamkeit erregt und die Leute deshalb darüber sprechen. Es werden oft ganz gezielt starke Reize gesetzt um das nötige Aufsehen zu erregen. Jedoch ist die Optik, welche – bildlich gesprochen – laut und spektakulär daher kommt, genauso schnell wieder uninteressant geworden.

Es kann sogar ins Gegenteil umschlagen, nämlich das wir genervt sind, weil einfach eine Reizüberflutung stattfindet und man das nur eine bestimmte Zeit lang ertragen kann. Ein anschauliches Beispiel dafür sind die bunten Laufschriften, die einmal sehr angesagt waren und einem auf jeder Website, die etwas auf sich hielt, entgegenblinkte.

Nur ein ruhiges, harmonisches, eben nicht schreiendes Design kann zeitlos sein. Ruhig und harmonisch bitte nicht verwechseln mit fad. Eine gute Gestaltung und fade widersprechen sich.

Was macht ein gutes Webdesign aus?

In der Webdesign-Branche gibt es zwei Lager, die unterschiedliche Ansichten darüber haben was ein gutes Design ausmacht. Das sind zum einen die Leute, die sich mit dem reinen Aussehen, also mit Grafiken, Farben, Bildern usw., beschäftigen und auf der anderen Seite diejenigen, die sich ausschließlich um die Usability einer Website kümmern.

Betrachten wir einmal beide Standpunkte einzeln: Lässt man nur den Grafiker zum Zug kommen, der ganz und gar in der optischen Gestaltung einer Website aufgeht, alle Finessen kennt und mit einem zielsicheren Gefühl für Ästhetik ausgestattet ist, entsteht dann ein gutes Webdesign?

Die Website ist in dem Falle mit Sicherheit sehr ansprechend und wunderschön anzuschauen, aber wenn der Besucher sich nicht zurechtfindet und die Seite nicht benutzen kann, nützt das Aussehen herzlich wenig. Der User wird trotz visuellem Erlebnis die Seite unverrichteter Dinge wieder verlassen.

Usability ist nur ein Baustein von vielen

Wenn die Gestaltung der Website ausschließlich einem Usability-Fachmann überlassen wird, so haben wir auf jeden Fall eine wunderbar funktionelle Site auf der sich der Besucher sofort zurecht findet und alles ohne Schwierigkeiten bedienen kann um seine Aufgabe schnell und problemlos zu lösen.

Aber macht es denn auch Spaß auf so einer ausschließlich Usability optimierten Website zu verweilen? Der Mensch ist ein visuelles Wesen und er hat Freude an schönen Dingen. Ästhetik weckt positive Gefühle in uns, die nicht unterschätzt werden sollten. Aussehen ist wichtig, auch wenn das der ein oder andere nicht gerne hört oder sogar abstreitet.

Kurz gesagt, ein gestalterischer Fehlgriff hält einen Besucher genauso wenig auf dem Webauftritt wie eine mangelhafte Benutzerführung.

Für ein optimales Ergebnis müssen also beide Welten, ein schönes Aussehen und eine vernünftige Usability, zusammengebracht werden. Das bringt mich wieder zu meinem Eingangssatz am Anfang dieses Artikels: Ein gutes Design betrachtet das große Ganze.

Was ist gutes Design das Fazit

Gutes Design ist nicht so schwer zu erreichen wie Du vielleicht glaubst. Wenn Du ein Layout entwickeln oder dich der Gestaltung einer Sache widmen willst, nimm die im Artikel ausgeführten Argumente und Betrachtungsweisen einfach als Anregung für dein eigenes Schaffen.

Beachte alle Aspekte und konzentriere dich nicht nur auf einzelne Details. Solange Du Gestaltung als Gesamtheit nicht aus den Augen verlierst, wirst Du sicherlich Erfolg haben.

Was ist deiner Meinung nach gutes Design bzw. gutes Webdesign? Ich freue mich auf deine Meinung und Kommentar.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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