Website Geschwindigkeit optimieren

Website Geschwindigkeit optimieren – Tipps und Tricks

Nicht jedem Webmaster ist es bewusst, aber schnelle Websites sind auch in der heutigen Zeit ein absolutes Muss.

Nicht nur das Tante Google die Geschwindigkeit einer Website als Rankingfaktor in den SERPS heranzieht, auch die Absprung – und Konversionsrate einer Website kann sich durch lange Ladezeiten verschlechtern.

Schon in der Planungsphase des eigenen Webauftritts sollte die Ladezeit als Qualitätskriterium mit aufgenommen und auch bei der Weiterentwicklung der Website nicht aus den Augen gelassen werden.

Je später in der Projektphase Änderungen vorgenommen werden müssen um die Website Geschwindigkeit zu optimieren, desto größer und langwieriger kann der Aufwand werden. Kosten und Zeit, die bei einer sorgfältigen Planung gespart werden können.

Website Geschwindigkeit – der Webhoster

Geiz ist Geil – ein Werbeslogan der sich so fest in den Köpfen der Leute gebrannt hat, dass Leistungen nur noch über den Preis festgemacht werden.

Doch der Spruch: Wer billig kauft, kauft doppelt, sollte viel eher präsent sein. Jedem sollte bewusst sein, dass bei einem günstigem Webspace der Provider an irgendeiner Stelle sparen muss.

Schließlich haben wir es mit gewinnorientierten Unternehmen zu tun und nicht mit der Wohlfahrt. Wenn man von Anfang an plant mit seinem Webauftritt Geld zu verdienen, sollte überlegt werden sofort einen kleinen Webserver zu mieten.

Hier muss der Webspace nicht mit anderen Usern geteilt werden, die Performance ist von Beginn an sehr gut und die Gefahr einer sogenannten schlechten Nachbarschaft wird auch minimiert.

Geschwindigkeit optimieren – der Quellcode

Ein gut strukturierter und geplanter Quellcode spart gleich doppelt Zeit. Nicht nur das bei einer Quellcodeanpassung auch nach Jahren keine stundenlange Einarbeitung erfolgen muss, auch die Websitegeschwindigeit lässt sich dadurch erhöhen.

Überlege ob Ids oder Klassen wirklich benötigt werden, welche Container sind sinnvoll und wo lässt sich der Zeilendurchschuss minimieren. Verwende CSS oder Scriptdaten nicht im HTML-Bereich sondern verwende dafür externe Dateien.
Kleine Änderungen können oftmals Wunder bewirken und selbst wenn nur geringe Performancegewinne entstehen – viele kleine Änderungen bewirken Großes.

Geschwindigkeitskiller Grafiken

Zwar leben wir in Zeiten der Breitbandgeschwindigkeit und auch die Browserhersteller sorgen dafür, dass die Browser immer schneller werden, trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass eingebundenen Grafiken nicht den Rahmen sprengen.

Gerade dadurch, dass das mobile Internet immer mehr auf dem Vormarsch ist, ist es ratsam die Bildgröße so gering wie möglich zu halten. Einen Fehler den immer noch viele Webseitenbetreiber machen und leider auch Webdesigner ist, dass Bilder über CSS skaliert werden.

Ich habe schon des öfteren erleben dürfen, dass 1 MB große Bilder geladen um diese dann auf 150 x 150 Pixel herunter zu skalieren.
Eine weitere Möglichkeit ist, sogenannte CSS-Sprites zu nutzen. Hier werden vorhandene Grafiken in eine Mastergrafik zusammenfasst und dadurch die gesamte Datengröße verkleinert.

Zudem werden die Anfragen an den Server verringert, die HTTP-Requests, was nochmal Zeit einspart beim Aufruf einer Website. Wer mit einem CMS arbeitet sollte die Möglichkeit in Betracht ziehen, seine Website per Caching zu optimieren.

WordPress bietet dafür unter anderem das Modul WP Super Cache oder W3 Total Cache.

Datenbankabfragen minimieren.

Gerade bei Content-Management-Systemen wie WordPress lassen sich viele Informationen aus der Datenbank holen. Link zum Autor, Beschreibungen, URL und weitere dynamische Elemente.

Viele dieser dynamisch generierten Informationen aus der Datenbank lassen sich jedoch direkt in das HTML-Template einbinden. Natürlich ist dieses mit etwas mehr Aufwand verbunden, jedoch zugunsten der Performance.

Werbung und andere Geschwindigkeitsbremsen

Für alle, die ihre Website Monetarisieren möchten, ist die Werbung ein wichtiger Bestandteil des Webauftritts. Je mehr Werbung jedoch von Fremdanbietern eingebunden wird, desto öfter muss auf einen fremden Server zugegriffen werden um diese zu laden.

Gerade im Bereich AdSense und Affiliate kann es hier zu einer merklich erhöhten Ladezeit von mehreren Sekunden kommen. Wenn es möglich ist, sollten Werbebanner auf dem eigenen Server gespeichert und mit dem entsprechenden Affiliatelink gekoppelt werden.

So entsteht zwar etwas mehr Servertraffic, die Websitegeschwindigkeit wird es aber einem danken. Genauso verhält es sich mit eventuellen Social Media Buttons, die dazu dienen, dass potentielle Leser interessante Inhalte weiterverbreiten.

Auch hier sollte überlegt werden, ob diese Buttons auf dem eigenen Webauftritt nicht entbehrlich sind. Zudem sind nach jetzigem Stand diese Buttons rechtlich nicht zulässig in Deutschland und verstoßen, mal wieder, gegen den Datenschutz (Stand 13.12.2011).

Weitere Informationen zum aktuellen Thema Datenschutz und Social Media Plugins findest Du bei Rechtsanwalt Dr.Bahr.

Fazit:

Eine langsame Website kann User, Ranking und Geld kosten. Mit ein paar wenigen Handgriffen und vorausschauender Planung lässt sich jedoch jede Website mit einer annehmbaren Geschwindigkeit ausstatten.

Wer sich diese Mühe macht, dem werden nicht nur seine User danken, sondern vielleicht auch die ein oder andere Position nach oben bei Tante Google bringen.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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