Unfallversicherung

Ratgeber Versicherungen für Selbständige – Die Unfallversicherung

Wer im Angestelltenverhältnis steht ist bei einem Arbeitsunfall automatisch in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert.

Diesen Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung haben Selbständige nicht und hier sollte über eine private Unfallversicherung nachgedacht werden.

Aber auch für Angestellte kann eine private Unfallversicherung sinnvoll sein. Schließlich werden bei der gesetzlichen Unfallversicherung nur die Unfälle versichert, die auf dem Weg zur Arbeit, nach Hause und während der Arbeit geschehen.

Gerade für Menschen die im Büro arbeiten, scheint eine zusätzliche private Unfallversicherung nicht vonnöten zu sein. Schließlich kommt es selten vor, dass man sich mit einem Blatt Papier schwere Verletzungen zuzieht.

Private Unfallversicherung – Die meisten Unfälle geschehen in der Freizeit

Keiner von uns ist vor Unfällen geschützt und Statistiken zufolge geschehen über 70% der Unfälle in der Freizeit.

Haushalt, Sport, Straßenverkehr oder Unfälle im Urlaub sind gemeinsam ganz oben in der Liste der Unfallstatistik zu finden und hier greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht.

Während jedoch Angestellte noch bis zu 6 Wochen eine Lohnfortzahlung erhalten, kann ein schwerer Unfall bei einem Selbständigen oder Freiberufler eine existenzbedrohende Tatsache darstellen. Im schlimmsten Fall kann der Selbständige lebenslang seinen Beruf nicht mehr ausführen.

Die private Unfallversicherung bietet hier einen guten Schutz für den Selbständigen, denn der Versicherungsschutz bezieht sich bei der privaten Unfallversicherung auf den privaten und beruflichen Bereich.

Gesetzliche Unfallversicherung als Alternative

Wer sich als Selbständiger die private Unfallversicherung nicht leisten kann oder möchte, sollte sich überlegen zu mindestens einen Blick auf die gesetzliche Unfallversicherung zu werfen.

Hier ist es zu günstigen Konditionen möglich eine gewisse Grundabsicherung zu erhalten um im Notfall nicht komplett mit leeren Händen dazustehen.

Der Versicherungsschutz bezieht sich hier jedoch nur auf Wegeunfälle, Unfälle am Arbeitsplatz, Krankheiten, die während der Arbeit entstehen oder Krankheiten, die in der Berufskrankheiten Verordnung verzeichnet sind.

Die Kosten für die gesetzliche Unfallversicherung richten sich je nach gewünschtem monatlichem Beitrag, der sich durch eine Formel berechnet, die unter anderem die unterschiedlichen Risiken von den verschiedenen Berufsgruppen beinhaltet.

Die maximale Auszahlungssumme bei der gesetzlichen Unfallversicherung beträgt derzeit 84.000 Euro.

Fazit:

Gerade für den Selbständigen ist die private Unfallversicherung, neben der Berufsunfähigkeitsversicherung, eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt.

Je nach Schwere eines möglichen Unfalls oder einer Krankheit, kann der Verdienstausfall die komplette finanzielle Existenz bedrohen. Diesem Risiko wird mit einer privaten Unfallversicherung vorgebeugt.

Je nach Versicherungsvereinbarung ist es möglich zwischen Einmalzahlung oder einer monatlichen Rente zu wählen. Hier sollte man sich genau beraten lassen und verschiedene Tarife vergleichen.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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