Tipps zu Kreativität und Ideenfindung – Mind Mapping und Clustering

Mind Mapping und Clustering sind zwei sich ähnelnde Methoden, die die Kreativität und Ideenfindung anregen.

In beiden Arbeitstechniken geht es darum seine Assoziationen frei sprudeln zu lassen, ohne über dessen Sinn oder Brauchbarkeit nachzudenken.

Es sollen alle Begriffe festgehalten werden, die einem zu einem bestimmten Wort oder auch zu einer bestimmten Fragestellung einfallen, ohne diese Begriffe, Ideen und Assoziationen zu bewerten. Es handelt sich also um eine Art des Brainstormings.

Mind Mapping und Clustering sollen gezielt beide Gehirnhälften, die jeweils mit unterschiedlichen Denkweisen arbeiten, aktivieren.

Hauptsächlich ist die linke Gehirnhälfte für das logische, lineare und analytische Denken zuständig. In dieser Hälfte wird begrifflich gedacht, hier sitzt die Sprache und mit dieser Seite lösen wir zum Beispiel Mathematikaufgaben.

Die rechte Gehirnhälfte ist unsere analoge Seite, sie denkt in Bildern, intuitiv und ganzheitlich. Dies ist die Gehirnhälfte, die wir zum Beispiel für das Zeichnen oder Malen eines Bildes brauchen.

Das Denken ist ein komplizierter Prozess und das Gehirn ein äußerst komplexes Organ. Jede neue Information kann augenblicklich mit anderen, bereits vorhandenen Informationen verglichen und verknüpft werden.

Neue Assoziationen werden hervorgerufen, unzählige Daten werden gleichzeitig variiert, zerlegt, zusammengefügt und verarbeitet. Die Gedanken springen hin und her, eine lineare Arbeitsweise würde den kreativen Denkprozess deshalb hemmen.

Um die schöpferische Arbeit unserer Grauen Zellen zu unterstützen wurde das Mind Mapping und das Clustering entwickelt.

Bei beiden Techniken wird auf das lineare Festhalten von Schlüsselworten in Listen verzichtet. Auch werden überflüssige Füllwörter, wie sie zum Beispiel in einem Fließtext vorkommen, weggelassen. Diese Füllwörter sind für die Auseinandersetzung mit dem Thema oder mit der Fragestellung absolut irrelevant und rauben nur den Überblick.

Mind Mapping

Nutzt für das Mind Mapping ein großes weißes Blatt Papier ohne Linien oder Karos, am besten ab Din A3 aufwärts. Auch ein genügend langer Rest von einer Rolle Tapete leistet hervorragende Dienste solange die Rückseite glatt und gut beschreibbar ist.

Legt das Blatt quer um genügend Platz zu haben. Verwendet verschiedene Farben für eure Mind Map.

In der Mitte des Blattes wird in großen farbigen Buchstaben das zentrale Thema der Mind Map geschrieben. Auch ein Bild ist an dieser Stelle als Ausgangspunkt gut geeignet.

Nun werden Schlüsselwörter oder auch Bilder, die zum Thema passen gesammelt und um die Mitte herum angeordnet.

Diese Schlüsselwörter, -bilder werden mit dem zentralen Thema verbunden. Hierfür können und sollen ebenso unterschiedliche Farben genutzt werden, dass dient der Übersichtlichkeit.

Diese unmittelbaren Verbindungen zum Mittelpunkt stellen die Hauptäste dar, die die Hauptthemen passend zum zentralen Thema tragen. Diese Hauptäste können auch als die erste Ebene betrachtet werden. Die Hauptäste werden außerdem am dicksten gemalt.

Die nächst Ebene wird in Form von weiteren, jetzt dünner gemalten Ästen, an die Hauptthemen angefügt. Je nachdem wie sich eure Ideen und Gedanken weiter entwickeln werden weitere Ebenen mit immer dünner werdenden Ästen hinzu gemalt.

Denkt nicht zu lange darüber nach, wo genau Ihr eure Wörter und Bilder platziert, dass stört nur den Gedankenfluss. Bei Bedarf kann die Mind Map anschließend neu erstellt werden, das hat auch den Vorteil, dass Ihr euch noch einmal mit dem gesamten Inhalt beschäftigt, dabei weitere Ideen generiert und andere Zusammenhänge gesehen werden können.

Verwendet bei Mind Maps Schlüsselwörter, Pfeile, Symbole, Codes, Aufkleber und Bilder. Wenn Ihr Zeichnungen und Bilder selbst malt, versucht sie möglichst dreidimensional zu erstellen. Auch die Buchstaben lassen sich dreidimensional und kreativ gestalten.

Wichtig beim Anlegen einer Mind Map ist der Spaß an der Sache, gestaltet jede Mind Map fantasievoller, schöner und bunter als die vorhergehende.

Clustering

Die Cluster-Methode wurde als Technik zur Ideenfindung für das kreative Schreiben entwickelt. Das Clustern ist ein wenig einfacher aufgebaut als das Mind Mapping.

Auch beim Clustern wird, wie beim Mind Mapping, auf einem großen Blatt Papier das Thema in der Mitte platziert. Das Thema wird eingekreist und um dieses Wort herum werden einzelne Worte und Satzschnipsel notiert, die euch spontan dazu einfallen. Auch diese Worte werden eingekreist und anschließend mit dem zentralen Thema in der Mitte verbunden.

Alles, was euch zu einem Wort oder Satzfetzen einfällt wird auf das Blatt geschrieben, eingekreist und mit dem ausschlaggebenden Kreis verbunden.

Hier ist ebenfalls, wie bei der Mind Map, keine Reihenfolge einzuhalten. Springt hin und her, lasst euren Gedanken und Assoziationen freien Lauf. Knüpft dort an, wo euch gerade etwas einfällt, egal, was euch gerade einfällt.

Das können auch Erinnerungen und Gefühle sein, die auf den ersten Blick nichts mit dem Hauptthema in der Mitte zu tun haben, aber die den zu schreibenden Text sehr viel interessanter und lesenswerter machen können, als rein analytisch recherchierte Fakten.

Wenn Ihr mit eurem Cluster fertig seid könnt Ihr als nächsten Schritt einzelne Wörter und/oder Satzfetzen in einem Textabschnitt zusammenfügen. Ihr müsst natürlich nicht alles verwenden, was ihr in eurem Cluster zu Papier gebracht habt.

Vielleicht hat euch das Clustern auch auf eine neue Idee gebracht oder die ursprüngliche Schreibidee hat sich so verändert, dass ein neues Clustern nötig wird und Ihr wenig bis nichts vom ursprünglichen Cluster verwendet.

Fazit:

Beide Techniken, das Mind Mapping und das Clustern, sind gut geeignet, um Gedanken zu sammeln und die Grundlage einer Idee zu skizzieren.

Ein Einzelner kann mit diesen Methoden seine kreative Arbeit ebenso in Schwung bringen wie eine ganze Gruppe. Bei einer Gruppe muss nur das Blatt dementsprechend größer sein 😉

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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