Tipps zu Kreativität und Ideenfindung – Selbstvertrauen und eine Prise Wahnsinn

Bist Du auch jemand, der oft auf sein Umfeld hört und seltener auf sich selbst? Bist Du ein Mensch, dem die Meinung der anderen wichtig ist? Manchmal ist gerade das nicht so gut für deine Kreativität und Ideenfindung. Es kann hin und wieder einfach besser sein, seinen Dickkopf durchzusetzen und manchmal auch gegen jede scheinbare Vernunft zu handeln.

Höre auf dich, nicht auf andere

Manchen Menschen scheint es ein Bedürfnis zu sein, die Einfälle und Vorschläge anderer von vorne herein als unrealistisch und als Unsinn abzutun. Sie finden auf Anhieb unzählige Argumente, die gegen die neue Idee sprechen, seltsamerweise aber kein einziges dafür. Diese Leute ersticken jeglichen Innovationsgedanken im Keim.

Das gehört wohl zur Natur des Menschen – haben wir nicht alle mal im Stillen den Kopf geschüttelt oder die Augen verdreht über eine vermeintlich dumme Idee eines anderen? Die einen belassen es nur beim Augenrollen, andere ermuntern oder äußern in vernünftiger Weise ihre Meinung, wieder andere geben ungefragt ihren Senf dazu und diejenigen am Ende der Messlatte üben gnadenlos destruktive Kritik.

Manchmal ist es vielleicht deine die eigene Familie oder deine engsten Freunde, die ungewollt deine Kreativität ausbremsen und die Ideenfindung zum Erliegen bringen.Wenn Du ihnen von deiner Idee erzählst oder sie sogar nach ihrer Meinung fragst, wollen sie natürlich helfen. Aber das Urteil deiner Familie über deine Gedankengänge kann dich entweder hemmen, oder deinen Ideen eine ganz andere Richtung geben, die in eine Sackgasse führt.

Einerseits kann konstruktive Kritik helfen, wenn Du zu keinem Ergebnis kommst. Eine Diskussion kann neue Perspektiven aufzeigen und neue Ideen entfachen, sie kann Mut machen um die Idee auch in die Tat umzusetzen. Andererseits heißt es aufpassen, Du solltest nicht nur Unbrauchbares von anderen ausfiltern, sondern manchmal auch die Ideen der anderen unbeachtet lassen, damit deine eigene Idee wachsen kann.

Bisweilen ist es nötig in letzter Konsequenz nur auf deine eigene Stimme zu hören, damit nicht ein Mischmasch von vielen dabei herauskommt, sondern etwas Originales, ein Projekt, dass wirklich dir entspricht und hinter dem Du aus voller Überzeugung stehen kannst, eben weil es von dir kommt.

Führe eine Liste über deine kreativen Momente

Immer dann, wenn Du eine Idee hast, dann schreibe nicht nur die eigentliche Idee auf, sondern beschreibe ebenfalls die Situation, in der dich der Geistesblitz ereilte.

Du gehst zum Beispiel gern Spazieren, egal bei welchem Wetter. Es ist später Nachmittag, kühl und windig. Gut eingepackt in eine dicke Jacke streifst Du über die Felder, hörst den Wind in den Bäumen rauschen und siehst den dichten Wolken zu, wie sie über das Land getrieben werden. Einzelne Sonnenstrahlen durchbrechen hier und da die Wolkendecke und ihr Spiel aus Licht und Schatten auf den Feldern inspirieren dich. Und plötzlich ist eine innovative Idee geboren.

Die Natur kann die Kreativität und Ideenfindung beflügeln

Du hältst inne, zückst dein Notizbuch und bringst deine Gedanken zu Papier. Nachdem Du alle Einzelheiten deiner Idee notiert hast, schreibst Du danach genau auf, in welcher Situation Du dich dabei befunden hast und welche Details dich besonders angeregt haben.

Vielleicht bist Du auch ein Morgenmensch. Du liebst es im Café zu sitzen, ein heißer Cappuccino vor dir, den Duft von frischen Brötchen in der Nase und hinauszusehen auf das zunehmend geschäftige Treiben auf den Straßen. Die Leute zu beobachten, wie sie aussehen, wie sie gekleidet sind, was sie vielleicht gerade denken, wo sie gerade her kommen oder hin wollen.

In dieser Situation, als Du halb gedankenverloren den Menschen zuschaust, kommt dir plötzlich und unerwartet eine geniale Eingebung. Du verlierst keine Zeit und schreibst fleißig in dein Notizbuch. Auch diesmal hältst Du die ausschlaggebende Situation genau fest.

Bald hast Du eine ganze Liste an persönlichen kreativen Szenarien gesammelt. Aus dieser Liste lässt sich nun ableiten, an welchen Orten, zu welcher Zeit und unter welchen Umständen Du besonders kreativ bist. Somit kannst Du in Zukunft bei Bedarf diese Art von Situationen bewusst herbeiführen um deine Kreativität zu beflügeln.

Denke unlogisch

Es gibt Momente, da musst Du um kreativ zu sein einfach verrückt denken. Die innovativsten Ideen waren anfangs verrückt oder erschienen unrealistisch. Aber nur weil ein Gedanke zuerst nicht eingeordnet werden kann, gibt es absolut keinen Grund ihn zu verwerfen. Warum sollte aus einer verrückten Eingebung nicht ein großartiges Projekt entstehen?

Gerade die verrücktesten Ideen zeichnen sich durch ihre Einzigartigkeit aus. Wer hätte damals zum Beispiel wirklich daran geglaubt, das der Erfinder der „Million Dollar Homepage“, das ist eine Page auf der einzelne Pixel zu Werbezwecken vermietet werden, mit seiner völlig verrückten Idee tatsächlich Geld verdient?

Es gibt viele solcher irrsinnigen Projekte, die sehr erfolgreich wurden, und sicherlich oft nur, weil derjenige dahinter sich nicht beirren ließ, sondern seinen „Blödsinn“ einfach in die Tat umsetzte.

Wenn Du das nächste Mal nach einer Idee suchst, warum es nicht mal mit ein bisschen Wahnsinn versuchen. Lasst deiner Kreativität freien Lauf, verfolge jeden Gedanken, egal wie „bescheuert“ er erscheinen mag. Schreibe einfach alles auf, wild durcheinander, frage nicht nach Sinn und Verstand.

Wenn Du dich „ausgetobt“ habst, nimm die vielversprechendsten Ansätze, ungeachtet deren Unlogik und spinne sie weiter. Verfeinere die Idee und lasse sie wachsen. Auf einmal sieht alles gar nicht mehr so unrealistisch aus, es wird alles klarer und gewinnt an Substanz. Wenn Du an dich glaubst und von deiner Idee überzeugt bist, kann aus ein wenig „Spinnerei“ am Anfang etwas Zukunftweisendes und wirklich Tolles werden.

Selbstvertrauen und eine Prise Wahnsinn – Das Fazit:

Das Wichtigste für eine gute Idee und ein erfolgreiches Projekt ist der Glaube an sich selbst. Nicht beirren lassen, nicht zu viel auf andere hören und konsequent seinen Weg gehen, mag die Idee für Außenstehende auch noch so unrealistisch sein. Das unterscheidet oftmals den Gewinner vom Verlierer.

Lässt Du dich leicht von anderen beeinflussen und von mancher deiner Ideen abbringen oder gehst Du des Öfteren mit dem Kopf durch die Wand? 😉 Ich freue mich auf deinen Kommentar.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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