Tipps zu Kreativität und Ideenfindung – Unterbewusstsein und Traum

Eine gute Methode eure Kreativität anzuregen, Ideen und Problemlösungen zu finden, ist es Euch von eurem Unterbewusstsein helfen zu lassen.

Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, um euer Unterbewusstsein mehr in den Prozess der Ideenfindung einzubeziehen und zu nutzen. An erster Stelle steht hier das nächtliche Träumen.

Desweiteren werden durch Meditation die kreativen Kräfte und das Unterbewusstsein angesprochen.

In der Meditation kann unser Unterbewusstsein relativ leicht aktiviert werden um uns vermehrt mit kreativen Eingebungen und innovativen Ideen zu versorgen.

Überschlaft eine Aufgabe

Es ist bestimmt schon jedem von euch einmal passiert, dass Ihr von Dingen, mit denen Ihr euch direkt vor dem Schlafen gehen intensiv beschäftigt habt, des Nachts geträumt habt. Zum Beispiel Personen oder ein Teil der Handlung aus einem spannenden Thriller im abendlichen Fernsehprogramm tauchen wieder in euren Träumen auf.

Genauso vielleicht Inhalte aus einer fesselnden Bettlektüre, die in eure Träume eingebaut werden. Auch Sorgen und Probleme, die euch bis zum Ende des Tages keine Ruhe gelassen haben, beschäftigen euch weiter während eures Schlafes und beeinflussen eure Träume.

Diese Eigenschaft des Gehirns, die Erlebnisse des Tages in der Nacht wieder aufzurufen, erneut durchzuspielen und zu verarbeiten, können wir bewusst für unsere Kreativität und Ideenfindung nutzen.

Die Aussage dieses oder jenes erst einmal überschlafen zu wollen, bevor man sich entscheidet, ist allseits beliebt und wird sicherlich oft getätigt, und das nicht ohne Grund. Diesen Satz sagt man gern, wenn es um persönlich wichtige Entscheidungen geht, die gut überlegt sein wollen. Die Vor- und Nachteile sind einem zwar meist bewusst, trotzdem fällt die Entscheidung schwer und man hofft auf einen Schubs irgendwoher in die richtige Richtung.

Tatsächlich überdenken nicht nur wir – also unsere bewusste Ebene die Problematik, sondern auch unser Unterbewusstsein arbeitet für uns an der Lösung. Wenn wir dann schlafen, kann diese Lösung in Form eines Traums auftauchen, oder vielleicht in Form einer plötzlichen Eingebung am nächsten Tag.

Die Schwierigkeit unser Unterbewusstsein zu unserem Vorteil zu nutzen besteht in der Regel darin, seine Zeichen wahrzunehmen und dann auch zu verstehen.

Ebenso gehört etwas Geduld und Übung dazu, uns vor dem Zubettgehen so gut auf die Problemstellung zu konzentrieren, dass unser Unterbewusstsein dazu angeregt wird daran zu arbeiten. Denn falls uns andere Dinge ungewollt mehr beschäftigen, zum Beispiel ein Streit mit dem Partner, was emotional normalerweise sehr aufwühlend ist, so wird auch das Unterbewusstsein dieses als wichtiger beurteilen und vorzugsweise verarbeiten. Also nicht gleich aufgeben und es einfach über eine Zeit lang ausprobieren.

Wenn Ihr schlafen geht, macht euch im Bett die Fragestellung zu eurem Problem, bzw. das was Ihr erreichen wollt noch einmal so bewusst wie möglich und konzentriert euch darauf. Versucht, während Ihr in den Schlaf hinübergleitet, die Aufgabe festzuhalten und „mitzunehmen“. Wichtig hierbei ist wieder das Notizbuch, es sollte am nächsten Morgen natürlich griffbereit sein, deponiert es also neben euch auf eurem Nachttisch.

Wenn Ihr erwacht, habt Ihr mit Glück vielleicht schon einige Ideen oder Lösungsansätze im Kopf. Greift auf jeden Fall zu eurem Notizbuch und schreibt alle eure Gedanken auf, auch eure Träume, falls Ihr euch erinnern könnt, auch hier möglichst jedes Detail.

Es kann sein, dass ihr in dem Moment noch keine Lösung sehen könnt, und erst später beim nochmaligen Durchgehen eurer Aufzeichnungen oder im Laufe des Tages euch ein Geistesblitz trifft. In der Regel sieht man das gefragte Thema am nächsten Tag grundsätzlich klarer und kann wichtige Einzelheiten besser erfassen.

Ihr solltet ohnehin möglichst alle eure Träume aufzeichnen. Denn auch ohne direkte Aufforderung an euer Unterbewusstsein, können Träume wertvolle Ideenansätze beinhalten. Am Besten, Ihr legt eigens ein extra Traum-Notizbuch an, in dem Ihr alle eure Träume festhaltet.

Träume sind wirr und chaotisch, das ist ihre Natur, aber sie bieten einen unendlichen Quell der Inspiration. Deshalb schreibt unmittelbar nachdem Ihr erwacht seid eure Träume auf, versucht euch an jedes Detail zu erinnern und je mehr Ihr darüber schreibt, umso mehr Einzelheiten fallen euch wieder ein. Ein Traum ist schneller vergessen, als Ihr glaubt – falls Ihr überhaupt eine Erinnerung habt – verliert also keine Zeit und beginnt möglichst sofort mit euren Notizen.

Meditation befreit den Kopf und fördert die Ideenfindung

Meditation ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, euch zu entspannen und euren Kopf von unnützen Gedanken zu befreien. Meditation fördert den Abbau von Spannungen, Angst- und Schuldgefühlen, sie baut Stress ab und wirkt dadurch positiv auf die körperliche Gesundheit, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Herzrhythmusstörungen können somit gemildert und reguliert werden. Die allgemeine Stimmung wird verbessert, Produktivität, Energie und Kreativität werden vermehrt, es geschieht also genau das, was wir erreichen wollen. Nach einer Meditation ist der Verstand wieder erfrischt und geschärft, die Gedanken sind klarer.

Es gibt unzählige Meditationstechniken. Meditation ist ein komplexes Thema und kann in dieser Artikelserie deshalb nicht in vollem Umfang behandelt werden.

Allerdings ist es auch nicht so schwer, mit ein wenig Übung kann jeder lernen sich zu entspannen, die einfachste Art zu meditieren.

Nehmt euch etwas Zeit, plant eine halbe Stunde für eure Meditationsübung ein und sorgt dafür, dass Ihr nicht gestört werden könnt. Schaltet das Telefon auf stumm, die Türklingel ab und gebt Familienmitgliedern Bescheid. Stellt alle Dinge ab, die euch ablenken, zum Beispiel Radio oder Fernseher, schließt die Fenster, wenn es draußen laut ist und dergleichen. Schafft euch eine Insel der Ruhe.

Eine einfache Methode der Meditation, wie auch ich sie praktiziere, ist Folgende:

Legt euch bequem hin, so dass es euch leicht fällt euren Körper zu entspannen und schließt die Augen. Konzentriert euch nacheinander einzeln auf euren rechten Arm, linken Arm und das rechte und linke Bein. Stellt euch vor, wie sie immer schwerer werden, spürt regelrecht, wie sie ganz schwer auf eurer Unterlage liegen und in diese einsinken.

Sind Arme und Beine entspannt, kommt der übrige Körper hinzu. Wandert innerlich zu jeder Stelle in eurem Körper und fühlt dort die Schwere der Entspannung. Lasst alle Gedanken die euch noch im Kopf herum schwirren einfach los.

Klar, es ist nicht so einfach an nichts zu denken. Probiert selbst ein wenig aus, was euch angenehm ist und euch dabei hilft eure Gedanken „wegfliegen“ zu lassen. Entweder ihr „wandert“ weiter imaginär durch euren Körper und fühlt die Wärme und Entspannung oder Ihr stellt euch ein beruhigendes Bild vor, so etwas wie eine sanft bewegte Wasseroberfläche oder warmes Licht.

Wenn Ihr den Zustand tiefer Entspannung erreicht habt, ist auch euer Unterbewusstsein weitaus zugänglicher als im normalen Wachzustand. Jetzt könnt Ihr auch gut euer Unterbewusstsein anregen um eine bestimmte Aufgabe zu lösen.

Eine Vorgehensweise dabei könnte sein, die Aufgabenstellung noch einmal genau durchzugehen und was das Ziel des Projektes ist. Danach könnt Ihr euch ausmahlen, wie euch von Kollegen, Freunden oder zufriedenen Auftraggebern zum erfolgreichen Abschluss des Projektes gratuliert wird. Euer Unterbewusstsein wird dadurch aufgefordert diese Situation herbeizuführen, euch also tolle Ideen für einen Erfolg zu liefern.

Wenn Ihr eure Meditation beenden wollt, dann auf gar keinen Fall einfach aufspringen. Lasst euch Zeit, mindestens ein paar Minuten, um aus der Entspannung wieder aufzutauchen.

Fangt mit den Fingern an, bewegt diese leicht, dann das Handgelenk und den ganzen Arm. Keine Hektik, leichtes Bewegen und vorsichtiges Strecken aller Gliedmaßen nacheinander. Erst ganz zum Schluss werden die Augen geöffnet, Ihr geht praktisch den Weg rückwärts, den Ihr vorher in die Entspannung hinein genommen habt.

Es gehört etwas Übung und Geduld dazu, bis Ihr eine tiefe Entspannung erreicht, aber es lohnt sich. Meditiert regelmäßig und kontinuierlich und nicht nur euer allgemeines Wohlbefinden wird sich verbessern, sondern auch euer kreatives Schaffen.

Fazit:

Eure Träume, gezielte Entspannung und die direkte Aktivierung euers Unterbewusstseins sind wertvolle Schlüssel zu Problemlösungen und größerem Ideenreichtum. Macht euch diese Techniken zur Gewohnheit, denkt immer daran, euer Unterbewusstsein ist euer mächtigster Verbündeter.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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